08.09.2017
Bayerische Klimawoche - Schmidt wirbt für nachhaltigen Waldumbau

Anlässlich der diesjährigen Bayerischen Klimawoche wirbt die Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt für mehr Anstrengungen im Waldumbau. Gerade privaten Waldbesitzern, von denen es beispielsweise im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim 10.000 gebe, empfiehlt Schmidt das kostenlose Beratungsangebot durch die örtlichen Forstämter.

Anlässlich der diesjährigen Bayerischen Klimawoche wirbt die Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt für mehr Anstrengungen im Waldumbau. Gerade privaten Waldbesitzern, von denen es beispielsweise im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim 10.000 gebe, empfiehlt Schmidt das kostenlose Beratungsangebot durch die örtlichen Forstämter. Dieses steht allen Eigentümern offen und sei vor allem auch interessant für Personen, die erst kürzlich Wald erworben hätten. Darüber hinaus könne jeder Waldbesitzer Fördermittel für waldbauliche Maßnahmen beantragen. Neben dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm sei hier vor allem das waldbauliche Förderprogramm einschlägig. Förderschwerpunkte sind die Erst- und Wiederaufforstung mit klimatoleranten Misch- und Laubwäldern, die Naturverjüngung, Bodenpflege oder Waldschutzmaßnahmen. „Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Forstwirtschaft. Nur ein Mischwald mit unterschiedlichem Aufbau und Alter der Bäume kann zukünftig bestehen, wenn die Durchschnittstemperatur steigt und Sturmereignisse zunehmen“, verdeutlicht Schmidt, die selbst Waldbesitzerin ist.

Das westliche Mittelfranken ist eine waldreiche Region, die stark von der Erderwärmung betroffen ist. Jeder zehnte Bewohner des Landkreises Neustadt/Aisch-Bad Windsheim ist Waldbesitzer. Der Baum mit der weitesten Verbreitung ist die Kiefer, gefolgt von der Eiche und der Fichte. Außerdem gibt es ein großes Vorkommen an Laubhölzern, die die Region zu einem der laubbaumreichsten Gebieten Bayerns macht. Insgesamt gibt es ca. 36.695 Hektar forstwirtschaftliche Nutzfläche. „Der Wald ist bei uns eine herausragende Kulturlandschaft, die vom Menschen geschaffen wurde und von ihm in Schuss gehalten werden muss“, verdeutlicht die Abgeordnete. Nicht zuletzt das schwere Unwetter im Landkreis Fürth hätte gezeigt, wie verwundbar selbst staatliche Bäume sind und welche Folgen besondere Wetterereignisse haben können, von denen es zukünftig mehr geben soll. Daher müsse neben einer Ausweitung der bestehenden Förderprogramme auch die Waldpädagogik verstärkt werden. „Neben wenigen Ausnahmen finden Waldthemen nur selten in Kindergarten und Schule statt. Dabei gibt es keine bessere Gelegenheit, um den Kultur- und Naturraum Wald wieder verstärkt ins Bewusstsein der Menschen zu rücken“, findet Schmidt. Eine Voraussetzung dafür wäre mehr waldpädagogisches Personal an den Forstämtern.

Die „Bayerische Klimawoche“ wird seit 2008 jährlich von der Klima-Allianz veranstaltet. Ziel ist, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu stärken und viele gesellschaftliche Gruppen zu gemeinsamen Aktionen im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes anzuregen.