23.03.2018
Besuch bei der Polizeiwache Scheinfeld

Großes Lob für "bürgernahe Polizeiarbeit im Steigerwald"

Helmut Zehn ist der einzige diensthabende Polizist in Scheinfeld und werktags ab 8 Uhr erreichbar. Bei einem persönlichem Gespräch mit ihm sowie dem Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Neustadt Siegfried Archut konnte die Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt sich ein Bild von der örtlichen Polizeiarbeit machen. Dabei brachte sie auch einiges an Lob mit, wie Sie betonte. „Man hört nur Gutes von dieser Polizeiwache – das zeigt einfach dass es hinhaut.“ Damit meint Schmidt die zahlreichen positiven Meinungen über den Ansprechpartner vor Ort, die ihr Bürger immer wieder herantragen. „Der persönliche Kontakt zu den Bürgern ist sehr wichtig“, so die Abgeordnete. „Ein Polizist, den die Bürger kennen und dem sie vertrauen, stärkt das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung“.

Archut lobte das bestehende System mit Scheinfeld als Außenposten. 2012 wurde der Streifendienst im Landkreis erweitert und auch Scheinfeld und Burghaslach nach seinen Aussagen vermehrt miteinbezogen. Die örtliche Polizeiwache erlaube dies ohne großen zusätzlichen Personalaufwand. Damit wurde die „Weg-Zeit-Problematik deutlich entschärft“, so Archut.Die Polizei könne also viel schneller dort erscheinen, wo sie gebraucht wird.“

Der Dienststellenleiter brachte einige Zahlen mit ins Gespräch ein. So sei von 2010 bis 2016 die Zahl der begangenen Straftaten in Scheinfeld von 148 auf 116 jährlich gesunken. Das gleiche Bild ergibt sich in Burghaslach, wo 2011 noch 71 Straftaten begangen worden waren, während 2016 lediglich 48 gezählt wurden. Dies könnte auf die durch das neue System erhöhte Polizeipräsenz in Scheinfeld, Burghaslach und Umgebung zurückzuführen sein.

Die Landtagsabgeordnete verwies am Ende noch einmal darauf, dass solche Polizeiwachen wie in Scheinfeld „unbedingt erhalten“ werden müssten. Dazu gehört auch eine genügende Ausstattung an Planstellen, damit dieses Modell gestärkt und der örtliche Wachhabende noch mehr in seine Gebietsstreife eingebunden werden kann. Keinesfalls dürften diese „dem Personalmangel und folglich der Rationierung zum Opfer fallen.“ Seitens der Politik muss es also laut Schmidt heißen: „Erweisen wir denjenigen, die für unsere Sicherheit sorgen und dabei ihr Leben und ihre körperliche Unversehrtheit aufs Spiel setzen, genügend Respekt.“ Man müsse gewährleisten, „dass es bei uns angenehm bleibt, als Polizist zu arbeiten.“ Wenn junge Polizisten, welche zuhause Kinder haben, sich aus finanziellen Gründen dazu veranlasst sehen, in die freie Wirtschaft zu flüchten, sei die Politik zwingend zum Handeln aufgerufen.