05.12.2017
EU und Bayern ermöglichen kostenlose Milch für Kinder

Gabi Schmidt ermuntert Kindergärten zur Teilnahme

Ab dem 1. Februar 2018 ist es Kindern ab drei Jahren bis zum Schuleintritt in Kindergärten und Häusern für Kinder möglich, neben Obst und Gemüse zusätzlich kostenlos auch Milch und Milchprodukte zu erhalten. Die dafür nötigen Mittel stellen der Freistaat Bayern und die EU bereit. Bis 10. Januar können Einrichtungen ihr Interesse mitteilen. Zuwendungsfähig sind neben Milch unter anderem Naturjoghurt sowie Käse und Speisequark. Die gelieferten Produkte dürfen keine Zusätze von Zucker, Fett, Salz, Süßungsmitteln und Fruchtzubereitungen enthalten. Flankierend sollen durch pädagogische Maßnahmen Kindern die Vielfalt und der Wert von Milch und Milchprodukten nahegebracht und somit gesunde Ernährungsgewohnheiten gefördert werden. „Das ist ein großartiges Programm und ich hoffe, möglichst viele Einrichtungen aus dem hiesigen Landkreis nehmen diese Gelegenheit war. Ich habe mich in der Vergangenheit dafür eingesetzt, dass die bisherige Obst- und Gemüseförderung um Milch ergänzt wird und freue mich, dass den Kindern diese Erweiterung nun zugestanden wird“, erläutert die Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt (Freie Wähler).

Einrichtungen, die bereits bisher einen Schulfruchtlieferanten hatten, könnten mit diesem im besten Falle unkompliziert eine Ergänzung um Milch und Milchprodukte vereinbaren. Voraussetzung dafür ist, dass der Lieferant eine gesonderte Zulassung für den Bereich Milch erhält. Einrichtungen, die bisher nicht am Schulprogramm teilgenommen haben, wählen aus der öffentlich verfügbaren Liste einen zugelassenen Lieferanten aus. Eine aktualisierte Liste mit Lieferanten für Milch und Milchprodukte wird voraussichtlich Ende Dezember veröffentlicht. Aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim bisher als Lieferanten zugelassen sind der Demeterhof Mondel in Neustadt/Aisch, Bäckerei u. Naturkost Fuhrmann in Emskirchen, Edeka in Markt Erlbach sowie Edeka Burkl in Dachsbach. „Ich hoffe und gehe davon aus, dass diese Anbieter auch als Milchlieferanten zugelassen werden. Natürlich sind aber auch weitere Anbieter willkommen. Bestenfalls setzen die Einrichtungen nämlich auf Zulieferer vor Ort, da somit weite Wege verhindert und regionale Betriebe gestärkt werden. So profitieren nicht nur die Kinder durch hochwertiges Obst, Gemüse und Milch. Auch die lokale Wirtschaft hat einen Mehrwert durch langfristige Verträge und planungssichere Absätze“, führt Schmidt aus. In Verträgen zwischen Einrichtungen und Lieferanten könne schließlich festgelegt werden, wann welche möglichst regionalen und saisonalen Lebensmittel geliefert werden und ob diese aus konventioneller oder ökologischer Erzeugung stammen.