22.03.2018
Gabi Schmidt besucht Bäckereioberinnungsmeister Gräf in Seukendorf

Die Attraktivität des Handwerks wieder mehr in den Vordergrund rücken.

Bei einem Gespräch mit dem Obermeister der Bäcker-Innung Fürth-Neustadt/Aisch Karl Gräf aus Seukendorf konnte sich die Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt aus Uehlfeld ein Bild über die derzeitige Arbeits- und Ausbildungssituation im Handwerk machen. „Das bayerische Handwerk hat eine Jahrhundert lange Tradition und ist die tragende Säule unseres Mittelstandes und der Gesellschaft. Die Betriebe kommen auch ihrer großen sozialen Verantwortung nach, sie sorgen für Wohlstand, Arbeits- und Ausbildungsplätze“, lobte die Abgeordnete. Es gibt jedoch auch Probleme. Innungsobermeister Gräf bereitet es große Sorgen, dass es immer weniger Nachwuchs gibt: „Dieses Jahr beenden nur acht Bäcker und vier Bäckereifachverkäuferinnen die Ausbildung in unserem Innungsbezirk.“ Gabi Schmidt betonte, wie wichtig hierbei die Unterstützung der Lehrer ist: „In den Schulen muss verstärkt vermittelt werden, wie attraktiv und vor allem wichtig gerade das Lebensmittelhandwerk ist.“ Erfreut war Gabi Schmidt über die positiven Einstellung der anwesenden Auszubildenden der Bäckerei Gräf, die mit Stolz über die hochwertigen handwerklich gefertigten Produkte berichteten und betonten, welche kreative Entfaltungsmöglichkeiten der Bäckerberuf mit sich bringt.

> Schmidt versprach außerdem, sich im Landtag auch weiterhin dafür einzusetzen, dass Backwaren sonntags auch flexibler verkauft werden dürfen. Ein entsprechender Vorstoß der Freien Wähler wurde im vergangenen Jahr im Landtag von der CSU-Mehrheit abgelehnt. Sie kritisierte, dass Tankshops sonntags rund um die Uhr Backwaren für den Reisebedarf anbieten dürfen, Bäckereien jedoch nur maximal 3 Stunden zu Zeiten, welche die Kommunen festlegen dürfen. „Diese Ungleichbehandlung bedeutet einen Wettbewerbsnachteil und schadet vor allem den kleinen handwerklichen Bäckereien“, so Schmidt abschließend.