30.05.2018
Gabi Schmidt besucht THW in Neustadt

Sie kämpfen gegen Naturkatastrophen: Schmidt dankt den engagierten Helfern des THW

Die Uehlfelder Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt informierte sich in Neustadt über der aktuelle Situation des Technischen Hilfswerks. Die erst 10 Jahre alte Unterkunft des THW´s in Neustadt mit seinen modernen Aufenthalts- und Gruppenräumen sowie die hohe technische Ausrüstung samt Fahrzeughalle beeindruckten die Abgeordnete der Freien Wähler. Herr Johannes Wagner als Ortsbeauftragter und sein Stellvertreter Thomas Herr Scherzer erläuterten die aktuelle Lage beim THW und die Aufgaben der Bundesbehörde. Mit 35 Erwachsenen und 22 Jugendlichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist es eine schlagkräftige Truppe, die ihre Fähigkeiten auch bei vielen Veranstaltungen wie dem Neustädter Gewerbetag der Öffentlichkeit vorstellt. Besonderen Wert legt das THW auf die Jugendförderung, egal ob bei Zeltlagern oder beim FSSJ (Freiwilligen Sozialen Schuljahr) bei der Teamgeist und Nachwuchsförderung einen hohen Stellenwert haben. Aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Rettungskräften wird gepflegt. So werden gemeinsam mit der FFW Neustadt Übungen und Szenarien des Katastropheneinsatzes geübt.

 

Der offizielle Titel „Ortsverband Neustadt“ ist noch ein Relikt aus den Zeiten vor der Gebietsreform, obwohl das THW Neustadt für den gesamten Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zuständig ist, daher wäre hier die Nennung als Kreisverband treffender. Finanziert wird das THW aus Mitteln des Bundes. Seine Aufgabe besteht vor allem darin, bei Katastrophen den Landkreis und die Kommunen zu unterstützen. Aber auch als Unterstützung der Feuerwehren bei Brand-Großeinsätzen oder bei Starkregen mit Überschwemmungen wie im Raum Obernzenn ist das THW gut gerüstet. Neben seinem Gerätekraftwagen, der mit Pumpen, Motorsägen, Beleuchtungssystem, Stromerzeugern, Hebekissen und vielen weiteren technischen Geräten ausgestattet ist, verfügt das THW auch über einen Transport-LKW mit Hebebühne, in dem die selbe Ausstattung zusätzlich in Rollcontainern vorgehalten wird. So ist von jedem Fahrzeug aus eine unabhängige Unterstützung gewährleistet, was die Zusammenarbeit mit anderen Rettungskräften wesentlich vereinfacht. Das THW ist über die Leitstelle in Ansbach in die Alarmierungskette miteingebunden und verfügt mit Digitalfunk und Führungsfahrzeug über modernste Technik.

 

Im Abschlussgespräch zeigte sich Gabi Schmidt sehr beeindruckt über den Leistungsstand und Ausstattung des THW im Landkreis. Eine solche vom Bund finanzierte Ressource sollte man nicht einfach so nebenbei laufen lassen, sondern verstärkt im Katastrophenfall einsetzen. Gerade die Verwüstungen in Raum Obernzenn hätten gezeigt, dass Hochwasser für unsere Region eine Gefahr darstellen. Hier könne sich Gabi Schmidt sich gut vorstellen, dass der THW-Ortsverband in Neustadt eine Fachgruppe für Hochwassereinsatz bildet, welche überörtlich fach- und sachkundig die Feuerwehren im Landkreis vor Ort unterstützt.