27.07.2017
Gabi Schmidt: Schlechteste Straße im Landkreis?

Ausbau der St 2414 zwischen Dachsbach und Emskirchen geht nicht voran

Auf absehbare Zeit wird die Staatsstraße 2414 zwischen Dachsbach und Emskirchen nicht ausgebaut. Das geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Landtagsabgeordneten Gabi Schmidt (FW) hervor. Als Grund wird genannt, dass das Projekt im zugrundeliegenden 7. Ausbauplan für die Staatsstraßen in Bayern nicht enthalten sei. „Dabei hat mir Verkehrsminister Herrmann die Notwendigkeit für die Sanierung der Straße bereits 2015 bestätigt. Passiert ist seitdem nichts und bis 2020 wird auch nichts passieren“, kritisiert die Abgeordnete. Gerade in den Sommermonaten sei dabei ein Anstieg des Schwerlastverkehrs zu beobachten. „Dies könnte auf die vermehrten Staus auf den Autobahnen zurückzuführen sein“, mutmaßt Schmidt. Vor einem entgegenkommenden LKW hätten hier aber viele Verkehrsteilnehmer Angst. „Die Straße ist dafür einfach viel zu schmal. Manchmal bleibt nichts anderes übrig, als auf die angrenzende Grünfläche auszuweichen. Die vielen Schlaglöcher und die kurvige Straßenführung tun ihr Übriges, um sich für den Titel Schlechteste Straße im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zu qualifizieren.“

Neue Baumaßnahmen im Staatsstraßennetz sollen im nächsten Jahr übrigens gar keine begonnen werden. Dafür soll der Bagger ab 2019 wieder öfters anrollen. Geplante Projekte sind beispielsweise der Ausbau und eine Oberbauerneuerung an der St 2252 westlich Markt Erlbach, eine Oberbauerneuerung an der St 2256 Ortsdurchfahrt Uffenheim, eine Oberbauerneuerung an der St 2252 zwischen Lenkersheim und Mailheim, sowie Oberbauerneuerungen an St 2255 (Ortsdurchfahrt Neustadt/Aisch) und St 2259 (Ortsdurchfahrt Mittelsteinach). Die St 2255 nördlich Oberfeldbrecht soll außerdem ausgebaut werden. Insgesamt stehen rund 5 Mio. Euro jährlich für Maßnahmen im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zur Verfügung. „Da muss es doch möglich sein, auch mal die Buckelpiste zwischen Dachsbach und Emskirchen auszubessern, auf die immerhin viele Einwohner angewiesen sind, deren nächster Bahnhof dort ist“, stellt Schmidt abschließend fest. Sie wird sich dafür einsetzen, dass der Ausbau im kommenden 8. Ausbauplan für die Staatsstraßen in Bayern berücksichtigt wird. Nachdem das Verkehrsaufkommen eine aufwendige Neugestaltung der Straße nicht rechtfertigt, sollte dabei mindestens der Belag saniert und die gefährliche Kurve beim Jagdhaus entschärft werden.