02.07.2018
In Langenzenn sind die Hortplätze knapp

Staat muss Rahmenbedingungen für mehr Planungssicherheit schaffen!

In Langenzenn sind die Hortplätze knapp. Besorgte Eltern haben daher den Kontakt zur Landtagsabgeordneten und sozialpolitischen Sprecherin der Freien Wähler Gabi Schmidt aus Uehlfeld gesucht und ihr Dilemma geschildert. Vor allem berufstätige Eltern und alleinerziehende Mütter wissen nicht, wie sie die Betreuung ihrer schulpflichtigen Kinder organisieren sollen. Eine Abfrage unter den Langenzenner Eltern ergab, dass knapp 20 Kinder ab dem Schuljahr 2018/19 nicht versorgt sind. Stefan Mielchen, der zu dem Diskussionsabend eingeladen hatte, wünschte sich mehr Planungssicherheit: „Es muss doch möglich sein, dass die Kommune jährlich den Bedarf abfragt, damit man einen Ansatz für den Bedarf hat und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen kann.“ Schmidt erklärte, dass für die Kommunen für die Planungen zwar zuständig seien, aber es keine Regelungen darüber gebe, wie sie den Bedarf zu erfasse haben. „Gerade weil wir einen Fachkräftemangel bei Erzieherinnen und Erziehern haben ist eine langfristige Vorausplanung bei der Kinderbetreuung wichtig.“ Schmidt plädierte außerdem dafür, die Ausbildungsdauer für Erzieherinnen und Erzieher zu senken, um den Mangel an Fachkräften in diesem Bereich zumindest mittelfristig zu beheben: „Die Ausbildung dauert bis zu fünf Jahre, das ist genauso lang wie ein Studium bis zum Master. Masterabsolventen verdienen im Anschluss jedoch in der Regel besser. Das Mangel ist hausgemacht und kommt nicht von ungefähr.“ Zudem sprach sich Schmidt für eine staatliche Sockelfinanzierung bei allen Kindertageseinrichtungen aus. Dies käme vor allem kleineren Einrichtungen zugute, da diese unabhängig von der Anzahl der betreuten Kinder wäre und gleichzeitig den Erzieherberuf attraktiver machen würde. Man müsse die Probleme im Kinderbetreuungswesen endlich ernst nehmen, nur so könne man Engpässe, wie derzeit in Langenzenn verhindern, so die Abgeordnete abschließend.