20.04.2018
Mehr Ärzte für`s Land

Gabi Schmidt fordert: Mehr ausbilden und Anreize für Landärzte schaffen

„Die verantwortliche Landespolitik ist schuld, dass es um die Ärzteversorgung am Land so schlecht aussieht und nicht die Ärzte selbst oder die Kassenärztliche Vereinigung KVB“. Gabi Schmidt, Landtagsabgeordnete der Freien Wähler (FW) stellt klar: „Unsere FW-Fraktion, ja die ganze Opposition im Landtag fordern hier dringend Verbesserungen. Aber seit Jahren bügeln CSU und Staatsregierung unsere Anträge ab. Dann folgen zwar eigene Anträge aus der CSU-Fraktion. Und mehr als heiße Luft wird daraus nicht produziert. Oder haben Sie etwas Konkretes gehört, was aus den 27 Anträgen der CSU vom letzten Oktober herausgekommen ist?“ 

„Die CSU fordert darin sogar eine >Entschlackung der Facharztausbildung<. Das geht gar nicht! Statt Ärztequalifikation light brauchen wir niedrigere Numerus-Clausus-Hürden, andere Zulassungskriterien zum Arztstudium. Nicht zu vergessen: mehr Studienplätze. Also schlicht und einfach mehr Geld.“ Freie Wählerin Schmidt kritisiert deshalb auch den Plan der CSU, Landarztstellen an die preisgünstigsten Bewerber zu vergeben: „Das ist kompletter Unsinn. Dieses Wort hat mein Kollege Karl Vetter im letzten Oktober im Landtag verwendet, und genauso nenne ich das auch.“ Um junge Ärzte für das Berufsleben am Land zu gewinnen, regt Gabi Schmidt an: „Denjenigen die Wartezeit zum Studium verkürzen, die sich verpflichten, später als Landarzt zu arbeiten.“

Weil nichts passiert, sorgt sich Gabi Schmidt ganz besonders um „ältere und ärmere Menschen, die sind am meisten betroffen. Vor allem die mit Mobilitätseinschränkungen, ob im Rollstuhl oder ohne eigenes Auto.“ Die FW-Abgeordnete stellt außerdem klar, ihr geht es dabei nicht nur um ihren Wahlkreis im Westen Mittelfrankens: „Die schlechte Ärzteversorgung verstärkt die Landflucht noch mehr. Dabei wollen wir sie doch eigentlich stoppen.“