14.06.2018
Schmidt frägt Staatsregierung nach Wirtschaftszahlen des Landkreises

Gemeinsam das Potenzial unseres Landkreises besser nutzen

Eindringlich fordert die Landtagsabgeordnete der Freien Wähler die Bürger und Politiker des Landkreises Neustadt a. d. Aisch/ Bad Windsheim auf, sich mit den Zahlen zu beschäftigen, welche Schmidts schriftliche Anfrage zur Wirtschaftskraft der Region im Vergleich zu anderen Landkreisen ergeben haben.

Denn diese sprechen Bände: So nimmt der Landkreis beim Bruttoinlandsprodukt Platz 73 von 96 im Vergleich zu allen anderen Kreisen und kreisfreien Städte Bayerns ein. Das ist nur eine leichte Verbesserung im Vergleich zu 1995 (damals Platz 76).

„Wir haben uns teilweise sogar stark verschlechtert“, so die Abgeordnete. So lag der Landkreis im BIP pro Einwohner-Ranking 1995 noch auf Platz 72. „In zwanzig Jahren haben wir uns hier um 10 Plätze auf 82 verschlechtert.“ Noch gravierender sind die Zahlen, wenn man das Bruttoinlandsprodukt auf alle Erwerbstätigen im Kreis bezieht (die sogenannte Arbeitsproduktivität) „Ein Erdrutsch von Platz 76 auf 90“, stellt Schmidt fest.

„Zumindest hat sich der Schuldenstand stark verringert“, so die Abgeordnete. Hatte der Landkreis 1995 noch eine Verschuldung von 148 Euro pro Einwohner, sind es heute nur noch 32 – und befindet sich damit auf Rang 5. „Es gibt nur vier Landkreise in Bayern, die weniger Schulden haben als wir. Darauf können wir einerseits stolz sein, andererseits rechtfertigt das aber keinesfalls das schlechte Abschneiden bei Wirtschaftskraft und Produktivität im direkten Vergleich zu anderen Landkreisen. Eine Aufgabe des Landkreises sowie des Kreistages wird es sein, zu überprüfen, ob die Zukunftsentwicklung des Landkreises auf dem Altar der Schuldenfreiheit geopfert wird.“

Gabi Schmidt ermahnt an dieser Stelle, diese Thematik nicht zu unterschätzen. „Wir sollten die Lage keinesfalls schönreden! Wenn das so weiter geht, könnte unser Landkreis bald zu den Schlusslichtern des Freistaats gehören“ warnt sie.

„Wir dürfen uns von den anderen nicht länger abhängen lassen, das schadet nicht nur unserer Wirtschaft sondern der Attraktivität unserer Region insgesamt.“ Denn, so schlussfolgert die Abgeordnete: „Nur ein wirtschaftlich starker und kompetitiver Landkreis lockt neue Leute an und bringt Leben in die Dörfer.“