23.06.2017
Schmidt: Kompetente Ansprechpartner für unseren ländlichen Raum

Antrittsbesuch bei neuem BBV-Kreisvorstandsteam

Beim Antrittsbesuch von Gabi Schmidt beim BBV-Kreisvorstandsteam um den neuen Kreisobmann Jürgen Dierauff wurde ein bunter Strauß an Themen gestreift und dabei zahlreiche Gemeinsamkeiten festgestellt. Gerade in Bezug auf die Brot-und-Butter-Bereiche kann sich die Landwirtschaft auf die Unterstützung der Freien Wähler verlassen. So wird beispielsweise unisono eine zügige und praxisgerechte Novellierung der Düngeverordnung gefordert, anstatt die Bauern pauschal an den Pranger zu stellen: „Mehr als 93 Prozent der Messstellen in Bayern erfüllen den gesetzlichen Grenzwert von maximal 50 Milligramm Nitrat je Liter Wasser. An Stellen, wo Verbesserungsbedarf bei der Wasserqualität besteht, arbeiten Landwirte bereits konstruktiv mit Wasserversorgern vor Ort zusammen, um eine Verbesserung zu erreichen“, erklärt Schmidt in diesem Zusammenhang. Daneben setzen sich die Freien Wähler dafür ein, dass es bei der Novellierung der TA Luft durch den Bund nicht zu einer weiteren Verschärfung kommt, sondern dass nur die Vorgaben der EU umgesetzt werden. „Zwar sehen wir auch die Erfordernis, dass Emissionen aus der Landwirtschaft auch künftig reduziert werden müssen. Jedoch ist dafür Sorge zu tragen, dass die Betriebe dabei nicht überfordert werden“, findet die Landtagsabgeordnete. In ihren Augen müsste ein bayerisches Förderprogramm aufgelegt werden, dass Landwirte beim freiwilligen Einsatz von Abluftreinigungsanlagen unterstützt. Besonders wichtig ist für Schmidt schließlich, dass das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm mit zusätzlichen finanziellen Mitteln ausgestattet wird: „Jeder Landwirt, der aktiv Agrarumweltmaßnahmen durchführen möchte, sollte auch die Möglichkeit dazu erhalten. Das würde auch Imkern und Bienen helfen“, stellt Schmidt fest.

Wie vielfältig die Anliegen der Landwirte sind, zeigt sich unter anderem im Engagement von Kreisbäuerin Renate Ixmeier zur Einführung eines neuen Schulfachs „Lebenskunde“ im Zuge der Wiedereinführung des G 9. Darin könnten Kinder unter anderem eine vernünftige Haushaltsführung und den Umgang mit Lebensmitteln lernen. Landtagsabgeordnete Schmidt, die sich bereits erfolgreich für das neunjährige Gymnasium einsetzte, kündigte hier einen erneuten parlamentarischen Vorstoß an. Anschließend würdigten stellvertretender Kreisobmann Heinz Weiskopf und stellvertretende Kreisbäuerin Petra Vicedom den Einsatz der Landtagsabgeordneten für die Milchtankstellen. Dies zeige deutlich, wie sehr man am selben Strang ziehe. Kreisgeschäftsführer Rudolf Meth unterstrich, dass die Bürokratie nicht die einzige akute Herausforderung für die Bauern in der Region sei. Auch Schädlinge wie Maiszünsler sorgten weiterhin für Ernteschäden. Abschließend dankte Schmidt für das offene und informative Gespräch: „Ich habe den Eindruck, dass das neu formierte Team gut in das Amt gestartet ist und die Arbeit des Vorgängers auf hervorragende Art und Weise fortführt. Kompetente regionale Ansprechpartner der Landwirtschaft sind in unserem ländlich geprägten Landkreis ungemein wichtig. Schließlich muss es weiterhin unser politisches Ziel sein, die kleinen und mittleren Landwirte zu stärken und eine qualitativ hochwertige regionale Lebensmittelversorgung sicherzustellen.“