31.08.2017
Schmidt: Steuererleichterungen alleine reichen nicht

Sturmschäden in Mittelfrankens Wäldern

Die Freien Wähler zeigen sich mit den bisher gemachten Versprechungen von Ministerpräsident Seehofer zur Bewältigung der Wald-Sturmschäden in Mittelfranken nicht zufrieden. Gabi Schmidt, Landtagsabgeordnete für die Stadt und den Landkreis Fürth, fordert von der Bayerischen Staatsregierung eine Gleichbehandlung aller Geschädigten. „Anders als bei der jüngsten Hochwasserkatastrophe“, so Schmidt in einem Brief an Finanzminister Söder, wo Bürger und Kommunen in Mittelfranken im Vergleich zu denen in Niederbayern weit weniger Unterstützung erfahren haben, dürfe diese Mal nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. „Schade, dass der Ministerpräsident nicht auch in Fürth, Cadolzburg, Seukendorf oder Langenzenn vorbeigeschaut hat“, bedauert die Abgeordnete.  „So muss man hoffen, dass die Schadensmeldungen ihren Weg nach München gemacht haben.“

Schmidt warnt die Staatsregierung auch davor, „nur öffentlichkeitswirksame Ankündigungen zu machen, die am Ende für viele Waldbauern nur heiße Luft sind“. So würden zinslose Darlehen, die an viele Bedingungen geknüpft sind, in Zeiten niedriger Zinsen für viele Waldbesitzer ins Leere laufen. Auch die versprochenen Steuererleichterungen würden bei vielen kleineren Waldbesitzern nicht viel bewirken und nicht ausreichen, um die Schäden aufzuarbeiten. Dringend erforderlich sei es, „großzügige staatliche Förderprogramme zum Aufarbeiten der Sturmschäden durch private Forsttechnik wie Harvester und Rückezüge aufzulegen, um unfallträchtige Handarbeit bei der Aufarbeitung zu reduzieren“. Schmidt weiter: „Es kommt jetzt darauf an, das Sturmholz möglichst schnell und für die Waldbesitzer möglichst günstig und sicher aus den Wäldern zu schaffen – sodass unsere Wälder mittels guter Beratung möglichst rasch wieder begründet werden.“

Abschließend fordert Schmidt die Staatsregierung auf, den in der Forstreform bis 2022 geplanten weiteren Abbau von bayernweit rund 70 Stellen zu stoppen. „Stattdessen müssen unverzüglich mehrere Dutzend Personen an forstlichem Fachpersonal vor Ort zusammengezogen werden, um die Aufarbeitung der Sturmschäden und die Wiederbegründung stabiler Wälder zeitnah zu begleiten.“