31.01.2019
Schmidt: „Vom Meisterbrief profitiert die gesamte Region“

Freie Wähler bringen Dringlichkeitsantrag zur Stärkung der Meisterpflicht ein

München. Der erste Dringlichkeitsantrag der Freien Wähler in der neuen Legislaturperiode zielt auf die Stärkung der Meisterpflicht ab. Am heutigen Donnerstag brachte die Fraktion zusammen mit ihrem Koalitionspartner einen entsprechenden Antrag ins Plenum ein.

Als bildungspolitische Sprecherin setzt sich die Landtagsabgeordnete auch ausdrücklich für die Stärkung der beruflichen Bildung ein. „Wir zielen auf den unbedingten Erhalt des Meisterbriefs ab“, so die Landtagsabgeordnete Schmidt. „Der Mittelstand im Landkreis profitiert von dessen einmaligen Wert – und damit die gesamte Region“.

Der Antrag zielt darauf ab, die Meisterpflicht nach und nach in solchen Bereichen wieder einzuführen, in denen die rot-grüne Bundesregierung 2004 für deren Abschaffung gesorgt hatte. In diesem Zusammenhang begrüßt Schmidt auch die geplante Erhöhung des Meisterbonus auf 2000 Euro. Dies sei „zwingend notwendig, weil hier strenger Handlungsbedarf besteht.“ Die Abgeordnete verweist auf die Probleme, die sich das Handwerk auch in ihrer Region gegenübersieht: „Viele Betriebe suchen händeringend nach Auszubildenden. Mit dieser Gesetzesinitiative sorgen wir dafür, dass die Attraktivität der Handwerksberufe für junge Leute steigt!“

Der Vorteil des Meisterbriefes sei offensichtlich: Er erhöhe nicht nur den Stellenwert der beruflichen Bildung, sondern stärke auch die duale Berufsausbildung. Und dass das deutsche Meistersystem funktioniere liege ebenfalls auf der Hand: „Nicht umsonst hat Deutschland im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn so wenig jugendliche Arbeitslose!“

Die Freien Wähler hätten schon immer eine größere Unterstützung des Handwerks gefordert: „Und jetzt – in Regierungsverantwortung – setzen wird diese Forderungen um!“