26.02.2019
Schmidt: „Wirtschaftsschulen profitieren von der 6. Jahrgangsstufe“

Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt besucht Erlanger Wirtschaftsschule

Erlangen. Anlässlich der kürzlichen Einigung zur Einführung einer 6. Jahrgangsstufe an der Wirtschaftsschule als Regelangebot zum Schuljahr 2020/2021 besuchte die Landtagsabgeordnete der FREIEN WÄHLER Gabi Schmidt jetzt die städtische Wirtschaftsschule im Röthelheimpark Erlangen. Im Gespräch mit Schulleiter Gerald Wölfel sowie dessen Stellvertreter Thomas Schmitt waren sich die Anwesenden schnell über die Praxistauglichkeit des Vorhabens einig. Die Erlanger Wirtschaftsschule hatte sich schon 2017/18 an dem Modellversuch beteiligt und damit eine 6. Jahrgangsstufe eingeführt.

„Wie sich herausstellte, war das gerade für die Wirtschaftsschule im Röthelheimpark ein voller Erfolg“, so die bildungspolitische Sprecherin der FREIEN WÄHLER Landtagsfraktion. Diesen Eindruck vermittelten ihr die beiden Schulleiter, die den Vorstoß des FREIE WÄHLER-Bildungsministers Prof. Dr. Michael Piazolo begrüßten. Der Vorstoß geht auch auf einen Antrag der FREIEN WÄHLER vom März 2015 zurück, in der die Fraktion – damals noch in der Opposition – eine Öffnung und Ausweitung des ursprünglichen Modellversuchs gefordert hatte.

 „Damit sind unsere Wirtschaftsschulen vor allem für den kaufmännischen Bereich unerlässlich. Die dauerhafte Einführung der 6. Jahrgangsstufe ist folglich eine sinnvolle und notwendige Stärkung der bayerischen Wirtschaftsschulen.“ Ab 2020/21 können Schüler direkt nach der fünften Klasse von Mittelschule, Realschule oder Gymnasium auch auf solche Wirtschaftsschulen wechseln, welche noch nicht an dem erfolgreichen Modellprojekt teilgenommen haben. „Es ergibt sich also in Zukunft für noch mehr Schüler die Chance, von dieser praxisnahen Schulform profitieren. Hier werden junge Menschen nicht nur bestens auf die Arbeit in einem Unternehmen vorbereitet, sondern auch auf das spätere Leben.“

„Wirtschaftsschulen sind eine nicht zu vernachlässigende Stütze unseres Bildungssystems“, erklärt die Abgeordnete. Dabei seien Wirtschaftsschulen keinesfalls als Konkurrenz zu Mittelschulen zu sehen, sondern – durch ihr besonderes kaufmännisches Profil – vielmehr als Ergänzung. So hätte Oberstudiendirektor Wölfel und Bezirksvorsitzender des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen (VLB) der Abgeordneten versichert, dass die Absolventen der Erlanger Wirtschaftsschule großartige Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten. Ständig würden auf Infoveranstaltungen der Schule, zu denen auch lokale und regionale Unternehmen geladen sind, Arbeitsverträge abgeschlossen.

Für die Abgeordnete Schmidt ergab sich die Möglichkeit sich selbst ein Bild von ökonomischen und kaufmännischen Kompetenzbildung an der Erlanger Wirtschaftsschule zu machen: Bei einem Besuch des Übungsunternehmens „Trade FAIR! GmbH“ zeigten ihr die Jugendlichen verschiedene Abteilungen und Vorgänge im Betrieb. Schmidt war besonders davon beeindruckt, wie begeistert die Schüler ihren Aufgaben in dem Wahlpflichtfach nachgingen. „Kein Wunder, dass sich Unternehmen um solche Absolventen reißen“, so die Landtagsabgeordnete. Das hatte letzte Woche der jährliche Berufsinformationstag wieder einmal bewiesen.

Mit dem Vorstoß öffnet sich also diese Tür im kommenden Jahr für ganz Bayern.

 

Gabi Schmidt im Gespräch mit den beiden Schulleitern.

 

 

Schüler erklären Schmidt eine der Abteilungen des Übungsunternehmens.