08.09.2017
Tag der Ersten Hilfe – Gabi Schmidt bei ASB in Bad Windsheim

Am 9. September ist der internationale Tag der Ersten Hilfe. Ziel ist, den Menschen die Bedeutung geleisteter Nothilfe bei Katastrophen und Unfällen wieder verstärkt ins Bewusstsein zu rufen. Für Gabi Schmidt, Freie Wähler Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Grund genug, auch in der Region an dieses wichtige Thema zu erinnern.

Am 9. September ist der internationale Tag der Ersten Hilfe. Ziel ist, den Menschen die Bedeutung geleisteter Nothilfe bei Katastrophen und Unfällen wieder verstärkt ins Bewusstsein zu rufen. Für Gabi Schmidt, Freie Wähler Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Grund genug, auch in der Region an dieses wichtige Thema zu erinnern: „Ob Verkehrsunfall oder ein zusammengeklappter Kollege im Betrieb, es gibt unzählige Situationen, in denen die Erste-Hilfe-Leistung notwendig werden kann. Je besser man dann darauf vorbereitet ist, desto eher behält man einen kühlen Kopf und kann reagieren.“ Einer, der genau weiß, wie Erste Hilfe zu leisten ist und der die Menschen im Landkreis darauf vorbereitet, ist Erich Matthis. Der Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bunds in Bad Windsheim hat zusammen mit seinen Kollegen im vergangenen Jahr weit über 3000 Personen in der Ersthilfe ausgebildet. Im ersten Halbjahr 2017 waren es derer bereits 2000: „Grundsätzlich ist es immer besser, ich mache etwas, als dass ich nichts mache. Übergroße Bedenken und Angst vor der eigenen Courage nutzen dem Opfer nicht“, gibt Matthis zu Bedenken. Er möchte auch mit Horrorlegenden und falschen Gerüchten aufräumen, die sich hartnäckig in der Bevölkerung halten: „Auch wenn die Wahrscheinlichkeit auf Verletzungen im Halswirbelbereich groß ist - bei einem verunglückten Motorradfahrer muss beispielsweise auf jeden Fall der Helm abgenommen werden. Ansonsten erstickt der Biker und stirbt oft, bevor die Fachkräfte am Unfallort eintreffen.“

Doch wie kann Wissen wie dieses noch besser bei den Bürgern verankert werden? Für Matthis und Schmidt, die ihrerseits auch ASB-Mitglied ist, sind mehrere Maßnahmen denkbar, wobei die professionelle Anleitung und die regelmäßige Wiederholung dabei die Grundlage bilden. Vorschläge wie verpflichtende Auffrischungskurse für Führerscheinbesitzer sollten jedenfalls nicht reflexartig zurückgewiesen werden. Auch in der Organisation der Ersten Hilfe in Betrieben sei Verbesserungspotenzial vorhanden. Beispielweise gehört für den ASB-Geschäftsführer „eigentlich in jedes Unternehmen ein Defibrillator“. Die wichtigste wünschenswerte Maßnahme wäre aber die frühzeitige und stetige Heranführung von Kindern und Jugendlichen an das Thema. Experten empfehlen erste altersgerechte Kurse schon im Kindergarten, wo eine frühe Sensibilisierung gelingen kann. Anschließend könnten die Heranwachsenden alle paar Jahre ihrem Alter gemäß immer tiefer und umfassender einsteigen. Ein entsprechendes Konzept sei in Bayern für die Schulen derzeit in Arbeit. „Die schnelle Hilfestellung ist ein Ereignis, das sich fast niemand wünscht und das einen, wenn ausgeführt, ein Leben lang begleitet. Wir sollten jede und jeden in die Lage versetzen, in so einer Situation zu handeln. Schließlich ist jede Helferin und jeder Helfer ein Held und ein Vorbild“, meint Schmidt.