19.04.2018
Wohnraum in Innenorten günstiger machen

MdL Gabi Schmidt hat Ideen parat

„In Neubausiedlungen draußen wird immer mehr gebaut – und im Rand- und Innenbereich von Dörfern und Städten liegen Flächen brach oder stehen alte Häuser leer. Mit ein wenig gutem Willen könnte dort viel neuer Wohnraum entstehen“, da ist Gabi Schmidt, Landtagsabgeordnete der Freien Wähler aus Uehlfeld sicher.

Was sich ändern müsste? Dafür hat die Abgeordnete aus dem Wahlkreis mit den Landkreisen Fürth und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim auch schon klare Ideen. „Einen Freibetrag für selbst genutztes Wohneigentum im Grunderwerbsteuerrecht einführen“, nennt sie als ein Beispiel, wie Lücken geschlossen werden könnten. „Ein Eigenheim bedeutet gerade für Familien auch ein großes Stück Planungssicherheit. Die kann zu einem guten Familienleben einen wichtigen Beitrag leisten.“ Um Bürgerinnen und Bürger, besonders aber junge Familien bei der Schaffung angemessenen Wohneigentums zu unterstützen, haben die Freien Wähler letzten Herbst einen Dringlichkeitsantrag eingebracht. „Wir haben gefordert: Die Bayerische soll sich der Bundesratsinitiative der Nordrhein-Westfälischen Landesregierung anschließen, um einen solchen Freibetrag durchzusetzen. Das hat der Landtag noch im letzten Jahr ohne Gegenstimme beschlossen. Nun warten wir dringend auf Ergebnisse“, berichtet Gabi Schmidt. Ihre Vorstellung: Natürliche Personen sollten beim Kauf von Eigentumswohnungen, Ein- oder Zweifamilienhäusern oder unbebauter Grundstücke, auf denen sie solchen eigengenutzten Wohnraum errichten wollen, durch einen Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer begünstigt werden. „Weil der Freibetrag pro Person berechnet werden soll, werden auch die Kinder der jeweiligen Erwerber berücksichtigt“, erläutert MdL Schmidt den Plan.

Damit Handwerk am Land bleibt

Damit auch Handwerk und Kleingewerbe am Land weiterhin goldenen Boden haben, schlägt die Uehlfelder Freiwählerin eine staatliche Förderinitiative vor: „Wenn wir Kredite für den Kauf renovierungsbedürftiger Innenort-Gebäude durch Unternehmerfamilien mit Kindern öffentlich absichern, können auch schnell viele Leerstände verschwinden. Und das gilt nicht nur in unserem westlichen Mittelfranken.“  Gabi Schmidt ist sicher, dass sich gerade an Innenortsstraßen Gewerbe und Wohnen gut verbinden ließen. „Dabei könnte auch die staatliche Förderinitiative >Invest in Bavaria< mithelfen. Immerhin unterstützt die Ansiedlungsagentur des Freistaats Bayern laut eigener Beschreibung >Unternehmen aus dem In- und Ausland dabei, einen Standort in Bayern aufzubauen oder zu erweitern<. Davon können wir hier in der Region aber kaum etwas bemerken“, hat die Freie Wähler-Abgeordnete einen Seitenhieb auf die Oberbayern-orientierte Wirtschaftspolitik der Staatsregierung parat.