18.06.2020
FREIE WÄHLER setzen sich für Ausbau des Kinderschutzes in Bayern ein

Schmidt: „Familien weiter stärken und Kinder vor Cybermobbing schützen!“

München. Die Corona-Krise zeigt soziale Schwachstellen wie durch ein Brennglas verstärkt auf – gerade Kinder sind diesen Extremsituationen oft schutzlos ausgeliefert. Dies ist nur eine der Erkenntnisse der Sachverständigenanhörung zum Thema „Weiterentwicklung des Kinderschutzes in Bayern“ heute im Landtag. „Die aktuellen Schreckensmeldungen aus Münster und Südbayern unterstreichen die Dringlichkeit des Themas“, so Gabi Schmidt, Mitglied der Kinderkommission des bayerischen Landtags: „Das darf sich nicht wiederholen. Wir müssen Kinder noch besser vor sexuellem Missbrauch schützen!

 

Die Abgeordnete stellte fest, es gebe bei der Verhinderung von Kindeswohlgefährdung weiterhin großen Handlungsbedarf. Beim Schutz junger Menschen komme dem Kreis der engsten Angehörigen besondere Bedeutung zu: „Deshalb ist die frühzeitige Stärkung von Familien, gerade in Belastungssituationen, zentraler Bestandteil des bayerischen Gesamtkonzepts zum Kinderschutz“. Dieses bedürfe einer zielgenauen Umsetzung und kontinuierlichen Weiterentwicklung.

 

„Damit heben wir den Schutz unserer Jüngsten auf eine ganz neue Stufe“, ergänzt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag. Es sei dringend geboten, die kinderärztliche und -psychologische Versorgung im ländlichen Raum weiter auszubauen, Kinderrechte endlich in der Verfassung zu verankern sowie die körperliche und seelische Unversehrtheit von Kindern sicherstellen. Denn durch die Nutzung neuer Medien seien Kinder und Jugendliche immer neuen Gefahren ausgesetzt. Diese gelte es frühzeitig zu erkennen und präventiv dagegen vorzugehen – etwa bei Fällen von Cybermobbing. „Durch einen Ausbau der Informations- und Anlaufstellen schaffen wir sichere Häfen für die Kleinsten unserer Gesellschaft. Dies ist auch nötig – schließlich können sich Kinder gegen Bedrohungen am allerwenigsten wehren“, so Schmidt abschließend.