13.10.2020
Gute Nachrichten für den HEC

Die Landtagsabgeordneten der Freien Wähler setzen sich für den coronageplanten Eishockeysport ein.

HÖCHSTADT. Die Spiele des HEC, des Höchstadter Eishockeyclubs, begeistern Jahr für Jahr die Menschen in der Region. Doch die Corona-Pandemie trifft auch die Alligators hart. Weil weniger Zuschauer zu den Spielen kommen dürfen und Sponsoren ihre Zahlungen einschränken mussten, fallen in diesem Jahr rund 300 000 Euro an Einnahmen weg. Zudem weiß keiner, wie sich die Pandemie entwickeln wird und ob die Saison deshalb so ablaufen kann, wie derzeit geplant: „Wir fahren auf Sicht“, sagt Axel Rogner, der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Alligators.

Umso besser, dass zumindest aus der bayerischen Politik Unterstützung kommt. Bernhard Pohl, eishockeybegeisterter Landtagsabgeordneter der Freien Wähler und elf Jahre lang Präsident des Eishockeyvereins ESV Kaufbeuren, ist auf Einladung der Uehlfelder Landtagsabgeordneten Gabi Schmidt nach Höchstadt gekommen, um sich über die Situation des HEC zu informieren. Schmidt ist selbst HEC-Mitglied, der Besuch von Spielen ist für sie „die schönste Sonntagabendbeschäftigung“.

Auch Oberligen profitieren

Ihr Gast Pohl hatte gute Nachrichten für die Alligators dabei: Denn „Eishockey gehört zur bayerischen Identität“, sagt der Abgeordnete, und deshalb habe er sich schon vor Monaten dafür eingesetzt, dass auch die Oberligen – und somit ebenfalls der HEC – vom Unterstützungspaket des Bundes für die Profiligen profitieren.

Konkret heißt das: Vereinen wie den Alligators werden in diesem Jahr 80 Prozent der Einnahmeausfälle, die den Clubs durch die ausbleibenden Zuschauer entstehen, ersetzt.

Pohl begründet das Engagement für den Eishockeysport unter anderem mit dem von der bayerischen Staatsregierung ausgegebenen Ziel, dass durch die Corona-Pandemie keine Strukturen kaputtgehen dürfen. Doch es gebe noch einen weiteren Grund, warum diese Sportart besonders unterstützt werden müsse: Nämlich die hohen Kosten, die hier fortlaufend zu decken sind. Denn hier müssten Hallen unterhalten, teure Ausrüstungen finanziert werden. „Darüber hinaus sind im Eishockey durch die weiten Entfernungen, die teilweise zu den Spielen zurückgelegt werden müssen, die Fahrtkosten höher“, so Pohl. Auch die Nachwuchsarbeit – der HEC unterhält sechs Nachwuchsmannschaften und eine eigene Lauflernschule – sei teuer.

Sympathieerklärung der Fans

Wichtig sei laut Pohl auch, trotz der Pandemie Zuschauer in die Stadien zu lassen – natürlich immer in Abstimmung mit den Vereinen und mit Blick auf die aktuellen Inzidenzwerte. Doch selbst wenn Spiele einmal ganz ohne Live-Publikum stattfinden müssen, können Eishockeybegeisterte bei den Spielen der Alligators dabei sein und zwar via Sprade TV.  Fans können sich hier gegen einen Obulus Spiele ansehen, die jeweiligen Vereine werden an den Einnahmen beteiligt. „Das ist auch eine schöne Sympathieerklärung an den HEC“, so Gabi Schmidt. Um Solidarität mit den Alligators zu zeigen, ermuntert sie auch diejenigen Sportfans, die sonst nicht ins Stadion gehen, sich via Sprade-TV Spiele anzusehen.

Denn klar sei ebenfalls eines: Das Höchstadter Eisstadion sei ein Alleinstellungsmerkmal für die Region und „solche Hallen kann es nur geben, wenn Vereine wie der HEC sie intensiv nutzen“. Und gut belegt ist das Stadion am Kieferndorfer Weg allemal – und zwar täglich von 6 bis 24 Uhr.