05.11.2020
Kritik am schlechten Abschneiden Bayerns im Bundesländervergleich „Mobilität und Umwelt“

Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt sieht dringenden Handlungsbedarf.

UEHLFELD. „Bayern auf dem letzten Platz, das ist schlimm. Diese Untersuchung bestätigt meine eigenen Erfahrungen. Bayern muss endlich mehr tun, damit der Verkehr die Umwelt und die Menschen weniger belastet“, fordert Gabi Schmidt, Landtagsabgeordnete aus Uehlfeld und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Bayerischen Landtag. „Es kann nicht sein, dass wir um Touristen mit Natur und guter Luft werben, wenn die Fakten dagegen sprechen.“

Eine von mehreren Verbänden jährlich gemeinsam veröffentlichte Studie mit dem Titel „Bundesländerindex Mobilität und Verkehr“ sieht Bayern aktuell nur bei der Verkehrssicherheit im Mittelfeld. In allen anderen Bereichen – Lärmminderung, Flächenverbrauch, Luftqualität - liegt der Freistaat auf hinteren Plätzen, beim Klimaschutz sogar auf Rang 16. Dasselbe gilt auch in der Gesamtschau – wie schon 2019. Den Spitzenplatz nimmt wieder Baden-Württemberg ein.

„Sogar bei der Verkehrssicherheit hinken wir unseren selbst gesteckten Zielen hinterher. So fehlen jede Menge Bahnschranken, zum Beispiel in Ipsheim oder Langenzenn-Laubendorf in meinem Wahlkreis“, kritisiert die Freie-Wähler-Abgeordnete aus Uehlfeld. „Und allein in diesem Jahr habe ich mehrfach die schnelle Umstellung von Nebenbahnen mit Diesel-Zügen auf Batterie- oder Brennstoffzellenantrieb gefordert. Passiert ist leider nichts“, nennt Gabi Schmidt ein Beispiel, das sehr schnell umgesetzt werden könnte. „Denn das von meinem Freie-Wähler-Kollegen Hubert Aiwanger geführte Wirtschaftsministerium unterstützt Batterien und Wasserstofftechnologie im Verkehr ganz besonders. Hier sind Bahn und Bayerische Eisenbahngesellschaft gefordert.“

Es bestehe dringender Handlungsbedarf, so Schmidt. „Denn es ist beschämend, dass unsere Bürgerinnen und Bürger mit den zweithöchsten Schadstoffwerten belastet sind, die Bevölkerung in den Nachbarbundesländern dagegen bessere Luft atmen kann. Nur die Hamburger*innen sind noch schlechter dran als wir“, hat Gabi Schmidt dem Ländervergleich entnommen.