10.07.2020
Null Toleranz: FREIE WÄHLER greifen bei Kindesmissbrauch durch

Schmidt: Abscheulichen Verbrechen an Kinderseelen Einhalt gebieten

München. Die Bayern-Koalition aus FREIEN WÄHLERN und CSU setzt sich für eine härtere Bestrafung von Kindesmissbrauch und dem widerwärtigen Geschäft mit dessen Darstellung ein. In einem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag, der am Donnerstag im Plenum des Landtags behandelt werden soll, fordern die beiden Landtagsfraktionen, Kindesmissbrauch deutlich schärfer zu ahnden und vorhandene Schutzlücken auf Bundesebene zu schließen. „Jedes Kind, das durch unseren Antrag geschützt wird, ist es wert, für die gemeinsame Sache zu kämpfen“, betont Gabi Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Mitglied in der Kinderkommission des Landtags.

 „Nach Lügde, Bergisch-Gladbach und Münster wirft die aktuelle Statistik zu häuslichen Missbrauchsfällen während der Corona-Pandemie ein Schlaglicht auf die bestürzenden Ausmaße von Kindesmissbrauch in unserem Land“, so Schmidt. Zum Schutz der Kleinsten und Schwächsten müssten Straftäter die ganze Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Konkret fordern die Koalitionäre in dem Antrag, die Möglichkeiten der Strafverfolgung bei Kindesmissbrauch zu erweitern und die Maßnahmen zur Prävention – etwa mit dem erfolgreichen Präventionsprogramm „Kein Täter werden“ – auszubauen.

 Die Freien Wähler sprechen sich außerdem für eine Ausschöpfung des Strafrahmens für Betreiber von einschlägigen Foto- und Videoportalen aus. Der Markt für Missbrauchsdarstellungen müsse ausgetrocknet werden. „Das gelingt uns nur mit einer Null-Toleranz-Politik“, mahnt Schmidt.

Auch für die Entwicklung von Schutzkonzepten in öffentlichen Einrichtungen wie etwa Schulen, Kindertageseinrichtungen, Jugendhilfeeinrichtungen oder Einrichtungen der Jugendarbeit machen sich die Landtagsfraktionen stark. „Außerdem wollen wir, dass Ärzte, Mitarbeiter in Kindertageseinrichtungen und Ehrenamtliche, die mit Kindern arbeiten, geschult werden, um die Anzeichen von Kindesmissbrauch rascher erkennen zu können“, sagt Schmidt. Ein besonderes Anliegen sei den FREIEN WÄHLERN im Bayerischen Landtag der Ausbau von Ombudsstellen, an die sich Kinder, Jugendliche und Familien im Bedarfsfall wenden können. „Nur mit einer Kombination aus verschiedenen Maßnahmen können wir diesen abscheulichen Verbrechen an Kinderseelen Einhalt gebieten“, so Schmidt abschließend. 

Den erwähnten Dringlichkeitsantrag finden Sie hier