04.02.2021
Öko-Karpfen werden zur Marke

Haushaltsentwurf sieht Mittel für Vermarktung des Bio-Karpfens vor.

Uehlfeld. Gute Nachrichten für Teichwirte: 20.000 Euro stellt der Freistaat laut aktuellem Haushaltsentwurf für die Förderung der Biokarpfen-Vermarktung zur Verfügung.

Die fischereipolitische Sprecherin der Freie Wähler-Fraktion im Landtag, Gabi Schmidt, und ihr Fraktionskollege Tobias Gotthardt (Kallmünz) hatten sich in den vergangenen Jahren für das Projekt Bio-Karpfen stark gemacht. Mit Erfolg: 20.000 Euro aus dem aktuellen Haushalt 2021 des Freistaats sollen helfen, die Marke bekannt zu machen - so ein gemeinsamer Haushaltsantrag von Freien Wählern und der CSU.

 „Ich freue mich, dass wir für den Karpfen nun ein bayerisches Biosiegel auf den Weg bringen und damit auch die Karpfenteichwirtschaft im Aischgrund stärken“, sagt Gabi Schmidt. „Auf diese Weise können wir noch mehr Vertrauen der Konsumenten in die Qualität der heimischen Karpfen schaffen, außerdem ist es ein Schritt zur Zukunftssicherung des Absatzes und zur Erschließung neuer Kundenschichten für Teichwirte.“ Und Tobias Gotthardt ergänzt: „Mit dem Siegel ‚Bio-Karpfen Bayern‘ schaffen wir ein neues, vielversprechendes Marktsegment.“

Mit den Mitteln aus dem Haushalt werden laut Entwurf Untersuchungen und Informationsveranstaltungen der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft zu Vorteilen und Chancen der Ökofischproduktion sowie zum Aufbau effektiver Erzeugungs-, Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen für Biokarpfen in Bayern finanziert. Die Nachfrage nach Bio-Fisch ist in Deutschland sehr hoch – allerdings wird diese meist durch Fisch aus anderen Ländern, oft sogar Asien, gedeckt.

Bereits 2019 hatte sich auch Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber bei einem Besuch in der Oberpfalz über die Themen Bio-Fisch und Bio-Karpfen informiert und seine Unterstützung zugesagt. 2020 wiederholten Schmidt und Gotthardt bei einem Fischereitag gemeinsam mit der Europaabgeordneten Ulrike Müller ihre Zusagen an die Teichwirte. Starten soll das Biokarpfen-Projekt in der Oberpfalz.