03.06.2020
Weltfahrradtag am 03.06.

Franken braucht Investitionen!

Am 03.06. ist der Weltfahrradtag und wir gedenken Karl Freiherr von Drais, der 1817 die Draisine erfand. Seit diesem ersten lenkbaren Zweirad ist viel Zeit vergangen und das moderne Fahrrad ist nicht nur Freizeitgerät, sondern auch ein wichtiges Transportmittel geworden. Darum setzt sich Gabi Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, aktiv für den Ausbau von Fahrradwegen ein.

 

Investitionen dringend nötig

Über 200 Mio. Euro investierte der Freistaat im Zeitraum von 2015 bis 2019 in den Ausbau und den Erhalt neuer Radwege. Leider ist das längst nicht genug, um ein Flächen-Bundesland wie Bayern fahrradfreundlich zu gestalten. „Vor allem im Landkreis Neustadt a. d. Aisch/Bad Windsheim besteht noch großer Nachholbedarf, sagt Gabi Schmidt. Damit spricht die Abgeordnete hauptsächlich auf mangelnde Beschilderung und und den schlechten Zustand einiger Radwege an. „Eine Verknüpfung der einzelnen Routen zu einem Radwegenetz auf Landkreisebene ist bislang nicht erfolgt. Stattdessen existieren unterschiedliche Kartengrundlagen mit teilweise variierenden Routenführungen. Eine durchgängige Wegweisung ist nicht gegeben“, fasst der Text auf der Homepage des Landkreises Neustadt a. d. Aisch die Probleme zusammen.

 

Corona fördert Fahrradfahren

Die Kontaktbeschränkungen der vergangenen Wochen haben die Nachfrage an Fahrrädern zur Freizeitbeschäftigung stark ansteigen lassen. „Franken hat hier enormes Potenzial, und mit dem Aischtalradweg ein echtes Vorzeigeprojekt“, sagt Frau Schmidt. Der über 120 km lange Radweg führt von Rothenburg nach Bamberg und verbindet so Mittel- und Oberfranken. Um dieses Potenzial noch besser zu nutzen, sind umfangreiche Investitionen in das Radwegenetz notwendig. Nur wenn Radfahrer getrennt vom restlichen Verkehr fahren können, sind sie vor schweren Verkehrsunfällen mit Pkws und Nutzfahrzeugen geschützt. Neben der Freizeitbeschäftigung sind Fahrräder, damals wie heute, auch Verkehrsmittel für Pendler, zum Beispiel als Zubringer zum nächsten Bahnhof. „Fahrradfahren als gesunder Sport und umweltfreundliche Fortbewegung, sollte mit nach Kräften gefördert werden“, so Schmidt abschließend.