20.06.2020
Weltflüchtlingstag 20.06.

Geflüchtete Menschen nicht im Stich lassen!

 

Der Weltflüchtlingstag existiert seit 2001 und erinnert immer am 20. Juni an diejenigen auf der Welt, die ihr Heimatland verlassen müssen. Gabi Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, spricht sich für eine bessere Integration von Geflüchteten aus.

 

Kriegsende als Mahnung

 Am 8. Mai gedachten Menschen in ganz Europa wieder der Befreiung vom Nationalsozialismus. Außerdem war am 27. Januar 2020 auch der 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee. Beide Gedenktage stehen in Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg, der von 1939 bis 1950 etwa 25 bis 30 Millionen Menschen vertrieben hat. Viele Millionen Deutsche lebten vor Kriegsende in den heutigen Ländern Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien und im Baltikum. Die Eltern und Großeltern von heute wissen noch, wie schrecklich der Krieg war. Gerade deshalb haben wir die Verpflichtung, Menschen die verfolgt oder in ihrer körperlichen Unversehrtheit bedroht sind, zu schützen. Heute verlassen nicht mehr so viele Menschen auf einmal ihre Heimat, trotzdem ist Krieg auch heute noch Fluchtursache Nummer eins. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zählte 12.212 Erstanträge im Januar 2020. Das sind 16 % weniger als im Januar 2019. Trotzdem fliehen jedes Jahr weiterhin Menschen aus Krisengebieten, um Ihr Leben und das Ihrer Kinder zu retten und sich eine neue Existenz aufzubauen. „Wir müssen diese Menschen besser integrieren. So kann auch unsere Wirtschaft von ihrem Potenzial profitieren“, sagt Gabi Schmidt.

 

Fluchtursachen bekämpfen

 Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Nur wenn es gelingt, diese Menschen zu integrieren, kann unsere Gesellschaft von Ihrem Know-how profitieren. Aber nicht nur die Integration von den Menschen, die bereits hier sind, ist wichtig. „Oberste Priorität sollte die Bekämpfung der Fluchtursachen haben“, sagt Schmidt als Mitglied des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten. Neben dem bereits erwähnten Flucht vor Krieg sind auch Armut, Diskriminierung und Umweltkatastrophen häufig Ursachen für Flucht und Vertreibung. „Hier ist die Bundespolitik gefragt, um für langfristige Lösungen im Ausland zu sorgen“, so die Abgeordnete.