03.09.2020
Zenngrundbahn-Jubiläum zur Erneuerung nutzen!

MdL Gabi Schmidt fordert zum 150sten Alternativantriebe

„Heuer vor 150 Jahren wurde mit dem Bau der Zenngrundbahn begonnen, die heute zwischen Siegelsdorf und Markt Erlbach verläuft. Vor 150 Jahren war das ein Meilenstein. Jetzt sollten wir endlich wieder ein Zeichen setzen und genau hier mit Alternativantrieben statt stinkendem Diesel fahren“, fordert Gabi Schmidt, Landtagsabgeordnete aus Uehlfeld und Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler (FW) im Bayerischen Landtag.

„Der Bayerische König hat bewusst auf dieser Strecke die erste Vizinalbahn in ganz Bayern errichten lassen. Das wäre doch Grund und Anlass genug, dass spätestens zum Inbetriebnahme-Jubiläumsfeier im Jahr 2022 hier Züge fahren, die entweder mit Brennstoffzellen oder Batterien angetrieben werden. Selbst Elektro-Hybrid-Schienenfahrzeuge mit Oberleitungs- und Batterie-Strom gibt es bereits. Nur sind solche Züge immer noch nicht auf Bayerns Schienen im Regelbetrieb unterwegs“, kritisiert MdL Gabi Schmidt die Verschiebetaktik zwischen Verkehrsministerium, Bayerischer Eisenbahngesellschaft und DB Netz.

Alternative Zwischenlösung möglich

„Schon Jahrzehnte wird über die Elektrifizierung der Zenngrundbahn geredet. Es werden immer neue Versprechungen gemacht. Aber passiert ist: Nichts!“ Außerdem, so Gabi Schmidt: „Selbst wenn eine Entscheidung fällt, eine Oberleitung zwischen Siegelsdorf und Markt Erlbach zu bauen, geht mindestens ein weiteres Jahrzehnt ins Land. Mit Alternativ-Antrieben könnten wir die Menschen entlang der Strecke schon in dieser Zwischenzeit vor Gestank und Diesel-Lärm schützen. Die Technik ist fast von heute auf morgen einsetzbar“, so die Freie-Wähler-Abgeordnete Gabi Schmidt.

„Noch ein Wort zu Vizinalbahnen. Mit denen sollten wichtige Industriebetriebe, damals die Ziegelwerke in Langenzenn, an schon bestehende Hauptbahnstrecken angeschlossen werden. Der Bayerische König hat einst die Zenngrund-Strecke in Franken als erste in ganz Bayern ausgewählt. Ich wünsche mir die erste Zugfahrt mit Alternativantrieb nach Fahrplan spätestens 2022.“

MdL Gabi Schmidt ist überzeugt: „Ein solches, erneutes Pilotprojekt zum 150sten Zenngrundbahn-Jubiläum würde nicht nur zeigen, dass Franken trotz der Milliarden-teuren S-Bahn-Stammstrecke München bei Bahn-Investitionen nicht abgehängt wird: Auch auf anderen Strecken in Nordbayern wäre die Umstellung weg von Diesel auf Alternativantriebe notwendig und sinnvoll. Ich nenne beispielsweise Neustadt/Aisch-Bad Windsheim-Steinach-Rothenburg, die Rangaubahn Fürth-Cadolzburg. Oder die Gräfenbergbahn, bisher ab Nürnberg: Die könnte per Ringbahn bis nach Fürth verlängert werden.“